* eu +

eleiririh, RER

oe

elt 38h

ERLITT re, Pye: “nd N

i ro ER I PLaLrLTaR, Kat BEREITETE aap us Ki + of 3 ts eh Karat 2 ee r Para ee eis]

* piers I Fare

enter

'* % ee % ++ are hr DIOR 5258

PPE PP.

26 “us Goes!

> a 5% te « « [2

© a e

° PR er

‘af

. « * 4

er hl Mn RL IN

>. *_—e ror > re

2 + ~

er ® ® ER a> - Gy «Mr

oy .. ~

>. EN,

ae

me)

Matar N N * ef FS ASE) IR EEE 9.974" Leis] *.5 2.9.9 & \ in i HF % 90:9, “ur qs IT ie unse nietge *

] PLP L SLY, BSR °

> 7

ANATOMISCHER ANZEIGER

CENTRALBLATT

FUR DIE GESAMTE WISSENSCHAFTLICHE ANATOMIE

AMTLICHES ORGAN DER ANATOMISCHEN GESELLSCHAFT

HERAUSGEGEBEN

VON

Dr. KARL von BARDELEBEN

PROFESSOR AN DER UNIVERSITÄT JENA

49. BAND

MIT 172 ABBILDUNGEN UND 1 KURVE IM TEXT UND 3 TAFELN

JENA VERLAG VON GUSTAV FISCHER 1916—1917

Inhaltsverzeichnis zum 49. Band, Nr. 1-24.

I. Aufsätze.

Adloff, P., Einige Bemerkungen über das Gebiß des Ehringsdorfer Unterkiefers. Mit 2 Abbildungen. 8. 51—56.

—, Über Wurzelvariationen an menschlichen unteren Molaren. Mit 5 (8) Abbildungen. S. 116—122.

, Zur Entwickelungsgeschichte des Zahnsystems von Centetes ecau- datus nebst Bemerkungen zur Frage der Existenz einer präperma- nenten Dentition. Mit 8 Abbildungen. S. 593—600.

Agduhr, Erik, Morphologischer Beweis der doppelten (plurisegmen- talen) motorischen Innervation der einzelnen quergestreiften Muskel- fasern bei den Säugetieren. Mit 2 Abbildungen. 8. 1—13.

Aichel, Otto, Vorläufige Mitteilung über Entstehung und Bedeutung der Augenbrauenwülste, zugleich ein Beitrag zur Abänderung der Knochenform durch physiologische Reizung des Periostes. 8. 497 512.

Baum, Hermann, Können Lymphgefäße direkt in das Venensystem einmünden? Mit 3 Abbildungen. S. 407—414.

—, Die Lymphgefäße der Gelenke der Schulter- und Beckengliedmaße des Hundes. Mit einer Tafel. S. 512—520.

Boye, Bengt A., Beitrag zur Entwickelungsgeschichte der Schild- driise. Mit 3 Abbildungen. S. 377—382.

Brodersen, Verhalten der Knorpelzellen des Frosches gegen Aqua destillata, Natronlauge, Salzsäure und Kochsalz in fließenden Lösungen. Mit 2 Abbildungen. S. 225—253.

Broili, F., Einige Bemerkungen über die Mixosauridae Mit 4 Ab- bildungen. S. 474—494.

—, Unpaare Elemente im Schädel von Tetrapoden. Mit 21 Abbil- dungen. 8. 561—576.

N

Broman, Ivar, Die Parotis der Chiroptera eine Oberlippendriise. Mit 2 Abbildungen. S. 65—71.

—, Uber eine bisher unbekannte infraseptale Nasenhöhlendrüse bei den Nagern. Mit 2 Abbildungen. S. 170—174.

Cohn, Ludwig, Notizen über den Menschenschädel. 2. Stenokro- taphie und Ala-Parietale-Naht. Mit einer Kurve im Text. S. 46—51. 3. Das Tuberculum articulare am menschlichen Kiefer- gelenk und seine Entstehung. 8. 109—116.

van Deinse, A. B., Über Variationen im Visceralskelett von Acanthias vulgaris: über das Visceralskelett von Lamna cornubica und seine Kalkbedeckung. Mit 20 Abbildungen. S. 417—449.

—, Zur Flossenversteifung der Cetaceen. Mit 4 Abbildungen. S. 521—524.

Forster, A., Die tiefe Schicht der Wadenmuskeln beim Kaninchen. Mit 4 Abbildungen. 8. 81—94.

—, Der M. extensor tarsi (Peronaeus tertius?) bei Hapale jacchus. Mit 5 Abbildungen. S. 257—276.

—, Hin Fall überzähliger rudimentärer Mammabildung an der Innen- seite des Oberschenkels eines Mannes. Mit einer Abbildung. S. 529—535.

Gans, A., Die Pyramidenbahn der Phocaena. Mit 5 Abbildungen. S. 281— 284.

Gierlich, Nic, Zur vergleichenden Anatomie der aus dem Groß- hirn stammenden Faserung. 1. Der Anteil des Pes pedunculi am Pedunculusquerschnitte bei verschiedenen Säugetieren. S. 24—28. 2. Der Anteil des Kleinhirns an den im Pes pedunculi herab- ziehenden Gehirnbahnen bei verschiedenen Säugetieren. S. 123—128. 3. Der Anteil des Cerebellum sowie der motorischen Kernlager des Hirnstammes und des Rückenmarks an dem Pes pedunculi bei Phocaena und Delphinus delphis. S. 285—288.

Hammar, J. Aug., Über Konstitutionsforschung in der normalen Anatomie. S. 449—474.

Hedenberg, Mauritz,u. Strindberg, Lars, Beitrag zur Kennt- nis der Anatomie und der Funktion der menschlichen Plazenta Mit 2 Abbildungen. S. 41—46.

Heijl, Carl F., Die Skeletverhältnisse bei akardialen Mißgeburten, Teratomen und Teratoblastomen mit spezieller Berücksichtigung der neuerdings von FLoDErUs dargelegten Skeletogenesetherapie. Mit einer Tafel. S. 289— 301.

v

Hietel, Franz, Schuppenförmige Profilierung der Hautoberfliche des Hundes. Mit 4 Abbildungen. S. 97—109.

Hochstetter, F., Bemerkung zu dem Artikel F. Kerpens: „Der Ductus endolymphaticus (Recessus labyrinthi) bei Schildkröten“. Ss. 29—30.

Kowarzik, Rud., Über den Musculus triceps brachii bei den Haus- säugern. S, 253—255.

Kreibich,C., Zur Anatomie des Tigroids. Mit3 Abbildungen. S.56—59.

Kurz, E., Die Wirbelsäule einer 25-jährigen Chinesin. Mit 4 Ab- bildungen. S. 195—209.

Lebedinsky, N. G., Uber die eigenartige Krümmung des embryona- len Meckerv’schen Knorpels der Sauropsiden, Mit 8 Abbildungen. S. 33--40.

Loewenthal, N., Weitere Beobachtungen über die Entwickelung der Augenhöhlendrüsen. S. 13—23.

Nusbaum-Hilarowicz, J., Über einige bisher unbekannte Organe der inneren Sekretion bei den Knochenfischen. Mit 6 Abbildungen. S. 354—367.

Pichler, Karl, Uber den Laneer’schen Achselbogenmuskel. Nach Untersuchungen am Lebenden. Mit 3 Abbildungen. S. 310—318.

—, Achselbogen und M. chondro-epitrochlearis bei demselben Träger. Mit einer Abbildung. S. 383—384.

Reisinger, Ludwig, Die spezifischen Drüsen der Bisamratte. Mit 5 Abbildungen. S. 321—328.

Schmitz, H., Wie erklärt sich die Dreizahl der Malpighischen Ge- fäße bei Termitoxenia Wasm.? S. 329—335.

Schreiber, Josef, Über den Einfluß der Kastration auf den Larynx der großen Haussiiugetiere. Mit 10 Abbildungen. S. 129—151. v. Schumacher, Siegmund, Über eigentümliche Verhältnisse an den Venen der Ohrmuschel eines neugeborenen Nilpferdes. Mit

5 Abbildungen. S. 72—81.

Schwerz, F., Über drei neue, die Muskulatur des Menschen dar- stellende Gipsabgiisse. S. 276— 281.

—, Die Riesin Margaretha Marsian. Mit einer Abbildung. S. 395—406.

Stieda, Ludwig, Die Varietäten der Arterien der Extremitäten des Menschen. Mit 2 Abbildungen. S. 535—549.

Studniéka, F. K., Über den Knochen von Orthagoriscus. Mit 6 Ab- bildungen. S. 151—169. S. 177—194.

Vi

Stuurman, F. J., Der Hypoglossuskern der Ameisenfresser. Mit 3 Abbildungen. S. 842—348.

Veit, Otto, Zur Theorie des Wirbeltierkopfes. S. 368—376.

Vermeulen, H. A., Über den Nervus sympathicus der Haustiere. Mit 7 Abbildungen. S. 301—309.

—, Einige Muskel- und Knochenvarietäten beim Pferd. Mit 5 Ab- bildungen. S. 349—351.

—, Können Lymphgefäße direkt in das Venensystem einmünden? S. 583.

Wenig, Jaromir, Zu KEIBELS Arbeit: „Über die Entwicklung des Labyrinthanhanges (Recessus labyrinthi oder Ductus endolymphaticus) bei den Schildkröten und über seine Homologisierung bei den Wirbel- tieren“. S. 576—582.

Westman, Axel E. Secernierende Zellen im Epithel der Tubae uterinae Falloppii. Mit 4 Abbildungen. 8. 335—342,

Zietzschmann, Otto, Über die Hautschwielen an den Gliedmaßen von Equus Przewalskii Por. Mit 2 Abbildungen. 8. 385—394.

II. Literatur. Nr. 5/6, S. 1-16. Nr. 11/22, S. 17-32. Nr. 23/24, 8. 3328.

III. Nachrufe. Fischer, Eugen, Ernst Gaupp +. Mit Bildnis. S. 584—591. Keibel, Franz, Nachruf für Rıcharp AssHErox. S. 59—61. —, Gustav ALBERT SCHWALBE +. Mit einem Bildnis. S. 210—221. Waldeyer, Wilhelm, FRıEDRIicH Frouse +. 8. 31.

IV. Anatomische Gesellschaft.

Erinnerung an die Beitragszahlung. S. 560, 592. Neue Mitglieder. S. 32, 95, 320, 592. Quittungen. S. 32, 63, 95, 592.

Restantenliste. S. 63.

V. Personalia.

Stieda, Ludwig; Gaupp, E., 8. 95. Schwalbe, Gustav; Ziegler, Friedrich; v. Schumacher, S. 128. Mozejko, B., S. 224. Sobotta, S. 320. Erdmann, D. Rh., S. 351. Waldeyer, Wilhelm; Fischel, Alfred, S. 416. Schwalbe; Lubosch; Gaupp, E., S. 528. Fischer, Otto, S. 560.

Vil

VI. Sonstiges.

An die Herren Mitarbeiter. S. 32, 64, 96, 352, 416.

Berichtigungen. S. 288, 528.

Biicherbesprechungen. S. 61—63, 174—176, 221—224, 256, 318 bis 320, 384, 415, 495—496, 524 —527.

FreHuMann’sche Lösung. S. 524, 600.

WILHELM WALDEYER zum 80. Geburtstage. S. 353.

ANATOMISCHER ANZEIGER

Centralblatt für die gesamte wissenschaftliche Anatomie.

Amtliches Organ der Anatomischen Gesellschaft.

Herausgegeben von

Prof. Dr. Karl von Bardeleben in Jena.

Verlag von Gustav Fischer in Jena.

Der ,,Anatomische Anzeiger‘‘ erscheint zweimal im Monat in Einzelnummern oder einmal in Doppelnummern. Der Preis eines Bandes von 24 Nummern beträgt Mk. 16.—. Das Erscheinen der Bände ist unabhängig vom Kalenderjahr.

———_ |

49. Bd. >= 1. März 1916. & No. 1.

In#art. Aufsätze. Erik Agduhr, Morphologischer Beweis der doppelten (plurisegmentalen) motorischen Innervation der einzelnen quergestreiften Mus- kelfasern bei den Säugetieren. Mit 2 Abbildungen. S.1—13. N. Loewen- thal, Weitere Beobachtungen über die Entwickelung der Augenhöhlendrüsen. S. 13-23. Nic. Gierlich, Zur vergleichenden Anatomie der aus dem Groß- hirn stammenden Faserung. 1. Der Anteil des Pes pedunculi am Pedunculus- querschnitte bei verschiedenen Säugetieren. S. 24—28. F. Hochstetter, Bemerkung zu dem Artikel F. Krısers: „Der Ductus endolymphaticus (Recessus labyrinthi) bei Schildkröten“. S. 29-30. Wilhelm Waldeyer, FRIEDRICH Frouse f. S. 31.

Anatomische Gesellschaft. Quittungen. Neues Mitglied. S. 32.

An die Herren Mitarbeiter. S. 32.

Aufsätze. Nachdruck verboten. Morphologischer Beweis der doppelten (plurisegmentalen) moto- rischen Innervation der einzelnen quergestreiften Muskelfasern bei den Säugetieren. Vorläufige Mitteilung. Von Erık AGDUHR, Prosektor an der Tierärztlichen Hochschule zu Stockholm. Mit 2 Abbildungen.

Aus dem Anatomischen Institut der Tierärztlichen Hochschule zu Stockholm. Direktor: Prof. J. LUNDGREN.

In einer Abhandlung!) über N. medianus und N. ulnaris bei Haustieren beschrieb ich einige Versuche an Schwein und Wieder- käuern, vorgenommen, um die Ausbreitung dieser beiden Nerven in

1) Asptvur, E., Anatomische, statistische und experimentelle Untersuch- ungen über N. medianus und N. ulnaris usw. Anatom. Hefte, Heft 158, Bd. 52.

Anat. Anz. Bd. 49. Aufsätze. 1

von ihnen zusammen innervierten Muskeln zu studieren. Die Ver- suche gingen davon aus, die maximale Kontraktionskraft der Muskeln (M. flexor digitorum sublimis und der lateralen Portion von Caput humerale des M. flexor digitorum profundus) bei maximaler Reizung einer oder mehrerer der Nerven zu ermitteln.

Die Größe der Kontraktionskraft jedes Muskels für sich bei Maximalreizung (elektrisch) von teils N. medianus allein und N. ul- naris allein und teils der beiden Nerven zusammengenommen, wurde untersucht und bestimmt. Es zeigte sich dabei, daß die Summe der bei der Reizung jedes Nerven für sich erhaltenen Maximalbelastungen immer bedeutend größer war als die maximale Kontraktionskraft bei Maximalreizung der beiden Nerven zusammen. Es wäre zu erwarten gewesen, diese beiden Maximalbelastungen gleich groß zu finden. Die Größe der Differenz zwischen den beiden letztgenannten Maximal- belastungen auf jedem Muskel variierte aber nicht nur bei verschie- denen Tieren, sondern auch bei demselben Tier bei beiden Extremi- täten recht erheblich. |

Diese Ergebnisse meiner Untersuchung veranlaßten mich, die Versuche zu erweitern, sie auch auf die konstant in die genannten Muskeln eintretenden Segmentalnerven zu übertragen. Die fraglichen Segmentalnerven sind die 8. Cervikal- und die 1. Thorakalwurzel des Plexus brachialis. Der Versuchsplan war derselbe wie vorher. Die Resultate dieser letzten Versuche ähneln auch im Prinzip denen der vorigen, zeigen aber viel größere Differenzen in den Maximalbelastungen. So war z. B. in einigen Fällen die Summe der Maximalbelastungen der lateralen Portion von Caput humerale des M. flexor digitorum profundus bei Maximalreizung der einzelnen Segmentalnerven doppelt so groß wie diejenige bei gleichzeitiger Maximalreizung der beiden Segmentalnerven.

Um diese Tatsachen zu erklären, scheint es nötig, anzunehmen, daß die Innervationsgebiete der Nerven aufeinander übergreifen; d. h. daß jede Muskelfaser auf einem mehr oder weniger großen Ge- biet in den fraglichen Muskeln motorische Nerven von N. medianus und N. ulnaris bzw. vom 8. Cervikal- und 1. Thorakalnerven erhält. In jedem Muskel war das von den beiden Segmentalnerven doppelt innervierte Gebiet stets größer als dasjenige, welches vom N. media- nus und N. ulnaris doppelt innerviert war. Besonders interessant ist das Verhältnis der Innervierungsgebiete der Segmentalnerven. Es deutet darauf hin, daß eine recht große Zahl von Muskelfasern der

3

fraglichen Muskeln doppelt, plurisegmental, innerviert sind, und das läßt sich wohl schwerlich mit der heutigen Ansicht von der strengen Beschränkung der motorischen Segmentalnerven zu ihren Myotomen vereinen.

Aus einem Nachtrag zu dem obengenannten Aufsatz geht hervor, daß ich seit einiger Zeit damit beschäftigt bin, einen morphologischen Beweis für die erhaltenen Resultate dieser Reizversuche zu liefern, und weil diese Arbeit nun im Prinzip zum Ziel geführt hat, wird unten ein kurzer Bericht darüber gegeben.

Diese Untersuchung ging davon aus, Muskelfasern nachzuweisen, die motorische Endplatten von zwei oder mehreren verschiedenen Seg- mentalnerven erhalten. Um dies zu erreichen, schnitt ich geeignete Segmentalwurzeln durch und ließ sie angemessene Zeit degenerieren. Zunächst war es nötig, verschiedene Nervenfärbemethoden zu prüfen; danach gilt es, das Aussehen der Nerven zu verschiedenen Degene- rationszeiten zu studieren und die am meisten geeignete Degenerations- zeit der Nerven bei den verschiedenen Färbemethoden festzustellen.

Bisher habe ich gut gelungene Präparate durch das Silber- imprägnationsverfahren von BisuscHowsky') und der Modifikation dieses von BoEkE?), den Goldmethoden von StöHr ?) (Goldchlorid und Ameisensäure) und von Léwrr mit Kerscuners*) Modifikation (Os- mium-, Ameisensäure und Goldchlorid) erhalten.

Das Silberimprägnationsverfahren liefert die am meisten distinkten Resultate; das Bindegewebe will aber, wenigstens für den Anfänger, gern mitfärben. Ich habe jedoch mit dieser Methode mehrere gut gelungene Präparate hergestellt, die meine oben genannte Annahme beweisen. Die schönsten Präparate habe ich jedoch mit der STÖHR- schen Goldmethode erhalten. Die dieser vorangeschickten Mitteilung zugrunde liegenden Präparate sind auch nach dieser Methode gefärbt.

Eine Degeneration der Nerven von 58—90 Stunden läßt sich, bei gut gelungener Färbung, mit den drei genannten Methoden sehr schön nachweisen. An gut gelungenen BıerLscHowsSKyY-Präparaten kann man, wie BoEkE°) bereits gezeigt hat, eine Degeneration der Nerven

1) Bırnschowsky, M., Journ. f. Psychol. u. Neurol. Bd. 3, 1904 und Bd. 12, 1909.

2) BoEkE, J., Anat. Anz. Bd. 35.

3) STÖHR u. ScHULTZE, Lehrbuch der Histologie, 1912.

4) Kerscuner, L., Die sensiblen Nervenendigungen der Sehnen und

Muskeln. 5) BoEkE, J., Anat. Anz. Bd. 41, Ergänzungsheft 1912.

1*

4

schon nach 24 Stunden nachweisen, eine Tatsache, die ich bestätigen kann.

Das Material meiner Untersuchung umfaßt bis jetzt Katzen und Kaninchen, und die dieser Mitteilung zugrunde liegenden Präparate sind vom M. flexor digitorum sublimis einer jungen Katze.

Es zeigte sich als geeignet, parallel mit den Präparaten der Ex- tremitätenmuskeln andere Präparate herzustellen, wo in denselben Schnitten auf leicht bestimmbaren Gebieten teils frische Nerven und teils Nerven, die bestimmte Zeit degeneriert waren, vorkommen. Ich wählte hierfür die Zunge, die, wie bekannt, für derartige Kontroll- untersuchungen aus mehreren Gründen sehr geeignet ist.

Die Operationen wurden unter aseptischen Kautelen an narkoti- sierten Tieren vorgenommen. Als Narkosemittel wurde eine Mischung von gleichen Teilen Äther und Chloroform verwendet. Bei einer Katze durchschnitt ich zuerst an der einen Seite den N. hypoglossus und an beiden Seiten den ersten Thorakalnerv. Danach wurde der N. hypoglossus der anderen Seite und der siebente Cervikalnerv beider- seitig durchschnitten, und zwar zu so angemessenen Zeiten, daß bei Tötung des Tieres der eine N. hypoglossus und der erste Thorakalnerv 90 Stunden, der andere N. hypoglossus und der siebente Cervikalnerv 58 Stunden degeneriert waren. Die Nn. hypoglossi waren ca. 15 mm oral vom Foramen hypoglossi, wo sie allein und leicht zugänglich liegen, durchschnitten worden. Die Durchschneidung der Segmentalnerven ge- schah den Foramina intervertebralia so nahe wie möglich, um Quetsch- ungen an den naheliegenden Nerven zu vermeiden. Nach Tötung des Tieres wurde das Resultat der Operationen kontrolliert. Den proximalen Teilen der durchgeschnittenen Segmentalnerven wurde bis zur Medulla spinalis gefolgt, um deren richtigen Verlauf zu untersuchen. Die Zunge und die Extremitätenmuskeln wurden auf eine geeignete, syste- matische Weise zerteilt und nach verschiedenen Nervenfärbemethoden behandelt. Die Zungenpräparate dienen dazu, das Aussehen der Nerven bei den fraglichen Degenerationszeiten und die eventuelle Variation der Färbung zu zeigen. Diese Präparate sind von sehr großem Wert bei Bestimmung der Segmentalbeziehungen der verschie- denen Nerven in den Extremitätenmuskeln.

Die mit BrenLschowsky gefärbten Präparate wurden in Paraffin eingebettet und nach Schneiden und vollendeter Färbung in Canada- balsam eingeschlossen. Die goldgefärbten Präparate dagegen wurden für mikroskopische Untersuchung geeignet gemacht, teils betreffs der

=

Oo

Zunge durch Gefrier- oder Freihandschneiden und teils betreffs der Extremitätenmuskeln durch Zerzupfung. (Paraffineinbettung mit Xylol von goldgefärbten Präparaten wurde in einigen Fällen ver- sucht, und sie gelang ziemlich gut mit ganz unbedeutendem Bleichen der Nerven, wenn nur die Einbettung so schnell wie möglich aus- geführt wurde und die Verwahrung in Glyzerin erfolgte) Die Prä- parate werden in hermetisch eingeschlossenem Glyzerin verwahrt.

Außer von Muskeln waren auch auf ähnliche Weise gefärbte Präparate von Nn. hypoglossi, den beiden Segmentalnerven sowie N. medianus und N. ulnaris hergestellt worden.

Die gutgefärbten Präparate von der Zunge zeigen in der einen Hälfte ganz frische Nerven nebst solchen mit deutlichem, aber ge- ringen Zerfall der Achsenzylinder. Die frischen Nerven sind vermut- lich sensibler Art; sie konnten niemals bis zu einer Sohlenplatte ver- folgt werden. Die Zerfall zeigenden Nerven dagegen setzten sich in den Sohlenplatten fort und waren gewöhnlich auch in diesen zerfallen. Die andere Hälfte der Zungenpräparate zeigte neben frischen sensiblen Nerven solche mit weit länger vorgeschrittenem Zerfall, der auch in deren Endplatten gleichartig war. Mit diesen Zungenpräparaten wur- den Präparate von den beiden zugehörigen Nn. hypoglossi verglichen. Es zeigte sich dabei, daß der Zerfall des 58 Stunden degenerierten N. hypoglossus dem der motorischen Nerven der einen Zungenhälfte ähnelte; dasselbe gilt auch von dem andern N. hypoglossus, der 90 Stunden degeneriert war, und den motorischen Nerven der anderen Zungenhälfte.

Variationen der Goldfärbung von Nerven in den Muskelpräparaten kommen recht oft vor, das Aussehen eines degenerierten Nervs ist aber, wenn nur die Degenerationszeit hinreichend ist, für den, der sich mit hierhergehörenden Sachen eingehend beschäftigt hat, von einer Veränderung der Nerven durch Färbevariation leicht zu unter- scheiden.

Selbstverständlich sind diese Zungenpräparate besonders wertvoll teils gegenüber dem Aussehen der Nerven und der motorischen End- platten bei den fraglichen Degenerationszeiten und teils der Variations- breite der Nervenfärbemethode. Wenn man diese Präparate mit den Präparaten der Extremitätenmuskeln vergleicht, ist es leicht, die Degenerationszeit der hier vorkommenden motorischen Nerven und deren Endplatten zu bestimmen. Damit ist es auch möglich, nach

6

dem oben Gesagten die Segmentalbeziehung der Nerven und deren motorischen Endplatten in dem fraglichen Muskel zu bestimmen.

Die gutgefärbten Präparate von M. flexor digitorum sublimis der genannten Katze zeigen hinsichtlich der Nerven ein sehr interessantes Verhältnis. Hier kommen Gruppen von motorischen Nerven vor, die ganz frisch sind, neben Gruppen von Nerven, die einen weniger und solchen, die einen mehr zerfallenen Achsenzylinder zeigen. Das ge- wöhnlichste ist aber, daß die Nerven von diesen drei verschiedenen Färbungen nicht in voneinander streng abgegrenzten Gruppen vor- kommen, sondern daß sie sich miteinander mischen, so daß in ein und demselben Sehfeld Nerven von wenigstens zwei verschiedenen Typen vorkommen. Die motorischen Nerven, die einen geringen Zer- fall zeigen, kommen relativ selten vor. Die Nerven dagegen, die einen hochgradigen Zerfall zeigen, kommen in viel größerer Anzahl vor, doch nicht so zahlreich wie die frischen. Werden die zerfallenen motorischen Nerven mit den motorischen Nerven der obengenannten Zungenpräparate verglichen, so findet man, daß das Aussehen des einen Typus mit den motorischen Nerven der einen Zungenhälfte und dasjenige des anderen Typus mit denen der anderen Hälfte überein- stimmen. Der M. flexor digitorum sublimis der Katze erhält also motorische Nerven vom 7. und 8. Cervikal- und dem 1. Thorakalnerv. Die größte Anzahl der Nervenfasern kommt vom 8. Cervikalnerv, die geringste Anzahl vom 7. Cervikalnerv, der auch, wie andere Unter- suchungen gezeigt haben, in diesem Muskel inkonstant ist.

Werden die drei verschiedenen Typen der Nerven bis in ihre motorischen Sohlenplatten verfolgt, geht aus Vergleichen mit den Zungenpräparaten und mit anderen nach derselben Methode gefärbten Muskelpräparaten, die nur frische Nerven haben, hervor, daß auch die Sohlenplatten von drei verschiedenen Typen sind, nämlich ganz frischen und solchen, die eine Degeneration von 58 und von 90 Stunden zeigen. Diese motorischen Endplatten liegen auf quergestreiften Muskelfasern, die im Verhältnis zueinander etwa in derselben Weise angeordnet sind, wie dies oben für die Nervenfasern beschrieben wurde. Es kommen also in histologischen Präparaten des fraglichen Muskels wenige Seh- felder vor, wo die Muskelfasern nur frische motorische Endplatten haben, sowie auch nur wenig solche, die nur degenerierte Endplatten zeigen. Am gewöhnlichsten ist es aber, daß in ein und demselben Sehfeld (recht gleichförmig) umeinander gemischte Muskelfasern vor- kommen, die hinsichtlich des Aussehens ihrer Nerven verschiedene

Typen zeigen, d. h. teils solche, die frische, und teils solche, die dege- nerierte motorische Endplatten besitzen. Diese Muskelfasern haben also, in Übereinstimmung mit dem, was aus obigem hervorgeht, ver- schiedene Segmentalbeziehungen. Beispiele hiervon zeigen Abb. 1 u. 2, die genau nach Präparaten von genanntem Muskel gezeichnet sind.

Abb. 1.

Abb. 1u.2. (Öl-Immersion !/,,a und Okul. I, Leitz.) Zerzupfpräparate von M. flexor digitorum sublimis einer Katze. Gold-Ameisensäure-Färbung nach STÖHR. Der 1. Thorakalsegmentalnerv (a) mit einer Degeneration von 90 Stunden und der 7. Cervikalsegmentalnerv (5) mit einer solchen von 58 Stunden. Der 8. Cervikal- segmentalnerv (c) ist gesund. Weitere Erklärungen im Text.

Die Abbildungen zeigen u. a. Nerven und Endplatten, die teils frisch (ec), teils 90 Stunden (a) und 58 Stunden (5) degeneriert sind.

8

Wir sehen also, daß Teile von den drei Myotomen in dem frag- lichen Muskel sehr kompliziert umeinander geordnet sind. Das inter- essanteste Verhältnis ist aber, daß Teile von den Myotomen nicht nur umeinander und durcheinander zu greifen scheinen, sondern daß sie auch aufeinander übergreifen, oder vorsichtiger ausgedrückt

Abb. 2.

daß die Innervationsgebiete der Segmentalnerven nicht nur umeinander und durcheinander greifen, sondern daß sie auch aufeinander über- zugreifen scheinen, so daß einzelne Muskelfasern von mehreren Seg- mentalnerven innerviert werden. Bisher habe ich Muskelfasern in dem fraglichen Muskel gefunden, die mit Sicherheit motorische Nerven von zwei nacheinander folgenden Segmentalnerven erhalten. So sehen

=) wir in Abb. 1 ein und dieselbe Muskelfaser, die zwei motorische End- platten besitzt; die eine Endplatte mit zugehörigem Nerv ist frisch (c), und die andere mit zugehörigem Nerv (a) ist 90 Stunden degeneriert. Diese Muskelfaser wird folglich vom 8. Cervikal- und 1. Thorakal- nerv innerviert.

Da von diesen beiden Segmentalnerven doppelt innervierte Mus- kelfasern in meinen Präparaten von diesem Muskel recht zahlreich vorkommen, kann diese vorläufige Arbeit ja wenigstens als ein im Prinzip vollkommener morphologischer Beweis für die erhaltenen Re- sultate der obengenannten Reizversuche am entsprechenden Muskel angesehen werden, besonders da ich ähnliche Resultate mit verschie- denen Nervenfärbemethoden erhalten habe, u. a. auch mit der Silber- imprägnationsmethode von BIELscHowsky. Viele andere Extremitäten- muskeln zeigen auch ein ähnliches Verhältnis; ich komme hierauf bei anderer Gelegenheit zurück.

Es sind indessen nicht nur die letztgenannten Segmentalnerven, deren Innervationsgebiete aufeinander übergreifen, sondern dasselbe gilt vermutlich auch hinsichtlich vieler anderer. Ein sehr schönes Beispiel einer derartigen Beobachtung zeigt ein Präparat, das dem in Abb. 2 abgebildeten Sehfeld zugrunde liegt. Wir sehen hier, wie ein und dieselbe Muskelfaser vom 7. (6) und 8. (c) Cervikalnerv motorisch innerviert wird. In meinen Präparaten von M. flexor digitorum sub- limis der Katze habe ich doch nur wenige Beispiele von einer Doppelt- innervierung einzelner Muskelfasern durch diese Segmentalnerven. Es kommt ja auch, wie aus obigem hervorgeht, in diesem Muskel nur eine geringe Anzahl der Nervenfasern vom 7. Cervikalnerv vor.

Bekanntlich weiß man bereits, daß ein und dieselbe quergestreifte Muskelfaser wenigstens eine motorische Endplatte hat, und daß sie deren auch mehrere haben kann. Daß aber diese Endplatten, wenn mehrere solche an derselben Muskelfaser vorkommen, verschiedenen Segmentalnerven angehören, darüber sagt die Literatur, soweit ich finden konnte, nichts.

Ich habe bisher in keinem meiner hierher gehörenden Präparate von Extremitätenmuskeln eine Muskelfaser gefunden, die zwei oder mehrere motorische Endplatten mit zuleitenden Nerven hatte, die von ähnlichem Aussehen gewesen wären, sondern wenn zwei motori- sche Endplatten vorkamen, so waren sie immer von verschiedenem Aussehen die eine frisch und die andere degeneriert und ge- hörten also verschiedenen Segmentalnerven an. Ob dies eine gene-

10 relle Regel ist, daß nämlich, wenn mehrere motorische Endplatten auf einer quergestreiften Muskelfaser vorkommen, die Platten zu verschie- denen Segmentalnerven gehören, kann ich noch nicht mit Sicherheit entscheiden, dazu umfaßt meine Untersuchung ein zu geringes Ma- terial. Die bis jetzt erhaltenen Resultate aber deuten ja darauf hin, daß diese Regel wenigstens für die Extremitätenmuskeln gelten würde.

Die heutigen Vertreter der morphologischen Wissenschaft auf diesem Gebiete divergieren bedeutend in ihrer Auffassung hinsicht- lich der Herkunft der Extremitätenmuskeln und der Begrenzung der Segmentalnerven zu ihren Myotomen. Wir haben eine Gruppe von Forschern, die in diesen Sachen eine ältere und mehr konservative Ansicht haben. Sie halten es für das richtige, daß die Extremitäten- muskeln von den Myotomen entwickelt werden, und daß die motori- schen Teile der Segmentalnerven sich streng auf ihre Myotome be- schränken. Eine konzise Darstellung dieser Auffassung gibt MERKEL!) in seiner Anatomie. Er schreibt (S. 211, Abt. I): „Die Extremitäten- muskeln gehen aus Zellen hervor, welche von den ventralen Teilen mehrerer Myotome aus in die Extremitätenmuskeln einwandern. Ihre ersten Andeutungen findet man schon am Ende des ersten Monats, am Ende des zweiten ist alles fertig, nur bedürfen einige Muskeln an Hand und Fuß noch der Differenzierung.“ (S. 8, Abt. IIL): „In der Embryonalentwickelung entstehen Nerven und Muskeln segmental und es senkt sich in jedes Myotom je eine motorische Nervenwurzel ein. Diese aber entspringt immer aus einem bestimmten Abschnitt des Centralnervensystems, so daß also jedes Myotom einem solchen Ab schnitt entspricht. Im Laufe der Entwickelung ändert sich an dieser grundlegenden Tatsache nichts, wohl aber sieht man, daß sich die Myotome oft stark verlagern, daß sie sich in einzelne Abteilungen spalten, daß sich Teile verschiedener Myotome zu Muskelindividuen vereinigen. Dabei nimmt aber jedes Myotom oder jeder Teil eines solchen seinen Nerven mit, wodurch es oft zu einem höchst komplı- zierten Verlauf derselben kommt. Aus dem Studium der Muskel- innervation gewinnt daher die Wissenschaft ebenso sichere wie inter- essante Aufschlüsse über die Herkunft der einzelnen Muskeln. Be- sonders verwickelt liegen die Verhältnisse in den Extremitäten. Dort sondern sich die in ihren Aufbau eintretenden Myotome in je einen

1) MERKEL, Fr., Die Anatomie des Menschen. Abt. I, S. 211 u. Abt. III, S. 8. 1914.

wu >

extensorischen und flexorischen Abschnitt und ebenso die Nerven. In jedem der beiden Abschnitte entstehen die einzelnen Muskeln wieder allenthalben aus Teilen mehrerer Myotome, weshalb an ihrer Nervenversorgung mehrere Rückenmarksabschnitte beteiligt sind usw.“

Andere Forscher sind dagegen der Ansicht, daß wenigstens nicht alle Extremitätenmuskeln aus Myotomen entwickelt werden und daß die motorischen Teile der Segmentalnerven sich nicht streng auf ihre Myotome beschränken.

BROMmAN!) (S. 664) gibt eine Darstellung von der Auffassung dieser Forscher über die Entwickelung der Extremitätenmuskeln. Er schreibt: „Die Extremitätenmuskeln entstehen wahrscheinlich größten- teils in loco, und zwar aus dem Mesenchym der Extremitätknospen.

Die knospenförmige Anlage der oberen Extremität liegt zuerst gegenüber den ventralen Rändern der 5.—8. Cervikal- und Thorakal- segmente. In ähnlicher Weise hat die Anlage der unteren Extremi- tät in dem Knospenstadium Beziehung zu dem 1.—5. Lumbal- und 1. Sakralsegmenten.

Trotzdem kann es aber in Zweifel gezogen werden, ob die be- treffenden Myotome an der Bildung der Extremitätsmuskulatur teil- nehmen.“

Dieses bezüglich der Entwickelung der Extremitätenmuskeln. Ist nun die letztgenannte Auffassung der Entwickelung der Extremi- tätenmuskeln die richtige, so folgt ja als ein Corollarium, daß die Segmentalnerven aus ihren zugehörigen Myotomen hervorwachsen und in naheliegende Muskelgewebe hineintreten.

Daß die erstgenannte Auffassung bezüglich einer strengen Be- schränkung der motorischen Teile der Segmentalnerven zu ihren Myotomen kaum wahrscheinlich ist, habe ich selbst (in einer noch nicht publizierten Arbeit) mehrmals gefunden. Es handelt sich um den 2. Thorakalnerv des Plexus brachialis bei Bos taurus. Dieser Nerv sendet gewöhnlich motorische Fasern zu dem vertebralen Teil des 1. Interkostalmuskels. Im Prinzip ähnliche Befunde sind bereits vorher von BARDEEN?) bei Schweineembryonen, von S. v. SCHU-

1) Broman, Ivar, Normale und abnorme Entwickelung des Menschen. S. 664. 1911.

2) BARDEEN, CH. R., The development of the musculature of the body wall in the pig, including its histogenesis and its relations to the myotomes and to the skeletal and nervous apparatus. The Johns Hopkins Hospital Report, Vol. IX, 1900. (Zit. nach S. v. ScHUMACHER.)

12

MACHER !) im Säugetierschwanze, von Lewis?) im M. sternocleido- mastoideus gemacht worden. Die Befunde Erik MÜLLER’s®) beı Selachiern sprechen auch für ein ähnliches Verhalten der Segmental- nerven.

Hinsichtlich der Entwickelung der einzelnen Muskelfasern weiß man, daß sie sowohl von einem wie von mehreren nahe beieinander gelegenen Myotomen entwickelt werden. Broman (S. 654) schreibt bezüglich des letzteren Verhältnisses: „Nach dem Verschwinden der Myosepta können sich die Myoblastsyncytien, die die Muskelfaser- anlagen darstellen, über mehrere Myotome ausdehnen. Sie verlängern sich hierbei zum Teil durch fortgesetzte Verschmelzung mit angren- zenden Myoblasten bzw. Myoblastsyncitien, zum Teil durch Wachstum unter Vermittlung von unvollständigen Mitosen (Kernteilung ohne nachfolgende Protoplasmateilung).“

Wie sollen nun meine Beobachtungen hinsichtlich der pluriseg- mentalen Innervierung einzelner Muskelfasern erklärt werden? Da wir wohl nach oben beschriebenem allseitigen Verfahren bei der Dar- stellung der Präparate sehen, daß meine Beobachtungen an denselben korrekt sind, erscheint es notwendig, von der oben zitierten heutigen Auffassung, was die strenge Beschränkung der Segmentalnerven zu ihren Myotomen betrifft, Abstand zu nehmen, soweit wir nicht an- nehmen wollen, daß diese Muskelfasern von mehreren Myotomen ent- wickelt werden.

Daß die von mir beobachteten plurisegmental innervierten Mus- kelfasern von mehreren Myotomen entwickelt sein sollten, erscheint mir wenig glaubhaft. Wäre dies der Fall, so würde man u. a. erwarten, die den verschiedenen Segmentalnerven zugehörigen und auf derselben Muskelfaser gelegenen motorischen Endplatten weiter entfernt von- einander zu finden. Sie liegen nun aber in der Regel ziemlich nahe beieinander, was auch aus den Abbildungen hervorgeht. Mir scheint

+

1) v. SCHUMACHER, S., Die segmentale Innervation des Säugetierschwanzes als Beispiel fiir das Vorkommen einer ,,kollateralen Innervation“. Anat, Hefte, H. 120, 1909.

2) Lewis, Die Entwickelung des Muskelsystems. In: Keren und Matt, Handbuch der Entwickelungsgeschichte des Menschen, Bd. 1. Leipzig 1910. (Zit. nach 9. v. SCHUMACHER.)

3) MÜLLER, ERIK, Untersuchungen über die Anatomie und Entwickelung des peripheren Nervensystems bei den Selachiern. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 81. Abt. I, 1913.

13 die Erklärung die wahrscheinlichste, daß nämlich die motorischen Nerven aus ihren zugehörigen Myotomen hervorwachsen und in das naheliegende, bereits innervierte oder gleichzeitig von anderen Seg- mentalnerven innervierte Muskelgewebe hineintreten.

Vielleicht gelingt es mir, Licht in dies Dunkel zu bringen, wenn ich meine hierhergehörigen histo-physiologischen und embryologischen Untersuchungen zu Ende geführt habe. Ich behalte mir auch alle Rechte vor, diese Untersuchungen allseitig zu Ende zu führen.

Stockholm, im Oktober 1915. (Eingegangen am 9. November 1915.)

Nachdruck verboten.

Weitere Beobachtungen über die Entwickelung der Augen- höhlendrüsen.

Von Prof. N. LogweEntHaL (Lausanne).

I. Zur Frage des ersten Auftretens der Tränendrüse beim Rind.

Meine hierher gehörenden Befunde wurden von C. MosıLıo be- stritten. Während ich schon bei einem Rindsembryo von 26,5 mm (Fixierung in Zenxer’scher Flüssigkeit) im Bereiche des äußeren (resp. hinteren) Augenwinkels zwei unweit voneinander liegende, solide Epi- thelknospen gesehen habe, findet Mosırıo die erste Anlage der Tränen- drüse erst beim Embryo von 33 mm. In meiner Erwiderung habe ich diese Angabe schon von vornherein als eine nicht annehmbare be- zeichnet, denn 1. ist schon in einer älteren Abhandlung von Lurz von einer Anlage der Tränendrüse beim Rindsembryo von 30 mm die Rede, und 2. scheint es auffallend zu sein, daß MosıLıo schon von Anfang an an dieser Drüse fünf Anlagen findet?). Weil ich aber damals über neues Material nicht verfügte, so konnte ich auch meinerseits keine weiteren Belege für die Richtigkeit meiner ersten Beobachtung an- führen.

1) Vgl. hierüber die Aufsätze von MosıLıo und die meinigen im Anat. Anz. Bd. 42, 43 und 44, Jahrgang 1912 und 1913.

ee Es ist mir seitdem gelungen, ein Rindsembryo von 23—24 mm

und zwei Embryonen von 26,5—28 mm mir anzuschaffen, so daß ich

nun imstande bin, die betreffende Frage eingehender zu erörtern.

Den Embryo von 24 mm habe ich allerdings in nicht ganz frischem Zustande erhalten. Die mikroskopische Untersuchung der Schnitte erwies tatsächlich, daß die Epidermis an der Kopfgegend ganz abge- hoben war, daß ferner die Epitheldecke an den Wülsten der Augen- lider, an der Bindehaut, an der Zungenoberfläche und am Gaumen ebenfalls fehlte; nur in den Furchen waren Epithelreste hier und da noch wahrzunehmen. Es ist schon von vornherein einzusehen. daß unter solchen Bedingungen die Wahrnehmung von nicht tiefen Ein- stülpungen des Epithels mehr oder weniger unsicher wird. Wie dem auch sei, habe ich an diesem Embryo nach einer Anlage einer Tränen- drüse vergebens gesucht. Die Anlage der Submaxillaris hingegen war mit Sicherheit zu erkennen.

Der zweite, etwas größere Embryo, maß nach stattgefundener Fixierung in Zenxer’scher Flüssigkeit etwas unter 26,5 mm (Scheitel- Steißlinie). Er war recht gut erhalten, nur am Scheitel war die Haut vom Schädel abgehoben und der dazwischen liegende Raum mit einem Blutextravasat erfüllt. Schon in frischem Zustande fiel die Scheitel- gegend durch die ekchymotische Färbung sofort auf. Der Kopf des Embryo wurde in toto durchfärbt, in Paraffin eingebettet und in feine Sagittalschnitte von 13 p zerlegt. Die mikroskopische Untersuchung der Schnitte erwies eine recht gute Erhaltung der histologischen Struktur der Teile. \

Sowohl rechts als links findet man bei diesem Embryo, im Be- reiche des hinteren Augenwinkels, eine flaschen- oder keulenförmige solide Epithelknospe, deren schmälerer Hals dem Epithel, welches die hintere Konjunktivalrinne auskleidet, aufsitzt. Die Rinne selbst ist nur wenig tief, weil die Lidwülste an den noch weit geöffneten Augen relativ nur wenig vorspringen. Das Epithel an der in Rede stehenden Konjunktivalrinne ist mehrschichtig, je nach den Stellen 3—4 oder 4—5reihig. Die oberflächlichste Zellschicht enthält ganz platte Kerne. Die Epithelknospe ist etwa 45,9 » hoch auf der rechten Seite (in den Schnitten gemessen); auf der linken Seite scheint die Knospe weniger hoch (32,4 u), aber etwas dicker zu sein (37,8 p). Es handelt sich gewiß um eine gut umgrenzte Epithelausstülpung, nicht um eine diffüse Verdickung der Epithelplatte der Bindehaut, obwohl eine Epithel-

Ba...

verdickung ebenfalls in dieser Gegend wahrzunehmen ist. Unterschiede in der Gestalt der Knospen können auch bis zu einem gewissen Grade durch die Schnittführung bedingt sein. und die letztere war an beiden Seiten nicht genau dieselbe. Mitten in der Knospe findet man einige karyokinetische Figuren. In dem umgebenden Mesenchym ist eine deutliche Verdichtung der Kerne wahrzunehmen.

Der genaue Sitz der Knospe ist schwieriger anzugebeu, als man es von vornherein glauben könnte, und zwar zum großen Teil aus dem Grunde, daß im fraglichen Alter die Lidwülste nur wenig vor- springen, ferner auch wegen der noch ungenügenden Ausbildung der Teile in dem umgebenden Mesenchym. Soweit ersichtlich, liegt die Knospe hart beim äußeren Augenwinkel (etwa an der oberen Grenze desselben) und wuchert von hier aus nach oben.

Andere Epithelausstülpungen waren in der fraglichen Gegend nicht zu erkennen.

Man ist berechtigt, aus diesen Befunden den Schluß zu ziehen, daß das untersuchte Stadium der ersten Anlage der Tränendrüse ent- spricht und daß diese Anlage anfänglich nur einfach ist. Auf den in meiner älteren Abhandlung beschriebenen Embryo von 26,5 mm (vgl. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 79, 1912, S. 479), an welchem schon zwei Epithelknospen vorhanden waren, komme ich weiter unten zurück; er entspricht augenscheinlich einer etwas älteren Entwickelungsstufe. Auch ist der Längsdurchmesser des neuen, soeben geschilderten Em- bryo etwas unter 26,5 mm, und es ist noch außerdem die leichte Ab- hebung der Haut in der Scheitelgegend infolge eines Blutextravasates in Betracht zu ziehen.

‘Gehen wir nun zu unserem dritten Rindsembryo über. Derselbe war leider nicht mehr gut erhalten. An der Scheitelgegend nament- lich war die Haut zerrissen und abgehoben. Noch an mehreren anderen Stellen, so am Halse und am Unterkiefer, waren Mazerationsdefekte erkenntlich. Auch war die Kopfbeuge weniger ausgesprochen als sonst. Eine genaue Messung der Scheitel-Steißlinie war unter solchen Be- dingungen überhaupt nicht möglich. Allerdings war der Längsdurch- messer unter 28 mm; der Defekt am Scheitel erlaubte aber eine genauere Messung nicht.

Der Embryo wurde in Formalin fixiert und nach Paraffineinbettung

geschnitten. Die linke Seite desselben wurde in Sagittalschnitte, die rechte in Frontalschnitte zerlegt.

An der Schnittserie durch den linken Augapfel konnte ich betreffs der Anlage der Tränendrüse zu keinem bestimmten Resultate gelangen.

Die Schnittserie durch den rechten Augapfel hingegen, erlaubt einige positive Schlußfolgerungen zu ziehen. Die Schnittrichtung ist nicht rein frontal ausgefallen, sondern zieht schräg von vorn - oben nach hinten-unten, so daß man in den Schnitten durch den Augapfel auch das Ohr sieht.

Auf der rechten Seite also unterscheidet man an der hinteren- oberen Region der Konjunktivalrinne eine Epithelknospe von 54 u. größter Länge. Die Knospe sitzt dem Epithel der Bindehaut mit einem schmäleren Halse auf. In querer Richtung mißt die Knospe an der breitesten Stelle 40,5 py. Fünf Schnitte oberhalb derselben (Schnittdicke: 13 u) scheint noch eine andere kleinere Knospe vor- handen zu sein, doch ist der Sachverhalt nicht sicher, weil dieselbe nur ungenügend abgeschnürt ist und nur in ein oder zwei Schnitten zu sehen ist. Es ist aber erlaubt, aus dieser Beobachtung zu schließen, daß es hier wenigstens um eine Andeutung einer zweiten Anlage der Tränendrüse ankommt.

Es wird hier am Platze sein, einige Zahlen betreffs der Größen- verhältnisse der Epithelknospen, die in meiner älteren Schnittserie durch den Kopf eines Rindsembryo von 26,5 mm wahrzunehmen sind, hinzuzufügen.

Meiner älteren Beschreibung zufolge waren in diesem Falle jeder- seits zwei Epithelknospen zu sehen, von denen die eine, und zwar mehr nach unten gelegene, etwas größer als die andere war. In den Schnitten gemessen (nach Fixierung in Zenker’scher Flüssigkeit und Einbettung in Paraffin) schwankt der Längsdurchmesser der größeren Knospe zwischen 81 und 94,5 ». und der Querdurchmesser derselben zwischen 54 und 64,8 u. Die fragliche Knospe ist in etwa 12 auf- einander folgenden Schnittten zu sehen (Schnittdicke etwa 10 u). Die kleinere obere Knospe zeigt sich als ein besser umgrenztes Gebilde ungefähr 7 Schnitte weit oberhalb der anderen und hat etwa 67,5 auf 45,9 » im Durchmesser. Wie ersichtlich, sind diese Werte größer als in den weiter oben beschriebenen Fällen.

Fassen wir die geschilderten Beobachtungen zusammen, so ergibt sich, daß an dem Embryo von 24 mm eine Anlage der Tränendrüse nicht zu finden war, doch ist dabei der mangelhafte Erhaltungszustand des Embryo (Abhebung des Epithels an den Schleimhäuten und an der Haut) in Betracht zu ziehen; daß an dem Embryo von 26—26,5 mm

17

(Fixierung in Zenxer’scher Flüssigkeit) eine Anlage der Tränendrüse schon wahrzunehmen war, und zwar gestaltete sich dieselbe als eine einfache Epithelknospe; daß ferner an einem etwas älteren, aber immer noch unter 23 mm langen Embryo (Defekt am Scheitel!) außer einer etwas größeren Anlage noch die Andeutung einer zweiten vorhanden war (wenigstens auf der rechten Seite des Embryo). Ziehe ich nun noch meine früheren Beobachtungen an einem Embryo von 26,5 mm hinzu, wobei zwei Epithelknospen zu erkennen waren, so ergibt sich, daß die allererste Anlage der Tränendrüse beim Rind gewiß in ein jüngeres Stadium zu verlegen ist, als es Mosınıo behauptet hatte, also nicht in das Stadium von 33 mm, sondern in dasjenige von 26—26,5, höchstens 27 mm. In den jüngsten Stadien findet man nur eine einzige Anlage resp. Epithelknospe; in einem nur wenig älteren Stadium findet man deren zwei. Der Umstand, daß MorıLıo an seinem Embryo von 33 mm schon fünf Anlagen (Epithelknospen) fand, genügt schon allein, um zu beweisen, daß es um eine namhaft ältere Ent- wickelungsstufe ankommt. Die allerersten Stadien der Entwickelung der Tränendrüse sind gewiß MosıLıo entgangen (wahrscheinlich wegen etwas zu groß gewählter Schnittdicke). >

Ich möchte noch beiläufig hinzufügen, daß in Übereinstimmung mit meinen früheren Beobachtungen, auch bei dem neuerdings von " mir untersuchten Embryo von 26,5 mm, die Anlage der Nickhaut- drüse mit Sicherheit noch nicht zu ermitteln war. Von der untersten Region des inneren Konjunktivalsackes schnürt sich aber eine etwas in die Länge gezogene Epithelausstülpung ab, die, wie mir scheint, als die erste Anlage des Epithelschlauches, den ich bei älteren Feten an dieser Stelle gefunden habe (Abb. 16, litt. D in meiner Abhand- lung im Arch. f. mikr. Anat. Bd. 79, 1912) gedeutet werden soll.

Embryonen von 33 mm Länge standen mir nicht zur Verfügung. Ich habe hingegen neuerdings einen Embryo von ca. 40 mm (35 mm nach Fixierung in Zenxer’scher Flüssigkeit) genau untersucht. Bei diesem Embryo findet man auf der linken Seite im ganzen neun ungleich entwickelte Drüsenanlagen. Von oben nach unten ausgehend, findet man zuerst eine Gruppe von fünf Anlagen, von welchen die vier oberen zum Teil schon kanalisiert sind; die fünfte ist am wenigsten entwickelt. Kommen ferner zwei andere Gänge, von denen nur der obere teilweise kanalisiert ist, und endlich noch zwei nahe beieinander liegende und nur unvollständig ausgehöhlte Gänge. Die zwei letzte- ren am meisten nach unten hin verschobenen Anlagen können nicht

Anat. Anz. Bd. 49. Aufsätze. 2

18

mehr der eigentlichen Tränendrüse zugezählt werden. Von allen den aufgezählten Strängen oder Gängen ist noch kein einziger in Teilung begriffen.

Auf der rechten Seite findet man zuerst ebenfalls eine Gruppe von fünf Anlagen, von denen die vier oberen zum Teil schon ausge- höhlt sind. Folgen ferner 1—2 Epithelverdickungen resp. Ausstül- pungen, die aber noch ungenügend vom Epithel der Bindehaut ab- geschnürt sind, und endlich, am meisten nach unten hin, ein wieder schon ausgehöhlter Gang, der eine ganze Strecke weit nahezu dieselbe Lage behält. Die definitive Zahl der Drüsenanlagen, wie man es an älteren Feten findet, ist somit auf der rechten Seite noch nicht ganz erreicht. Von wesentlicher Bedeutung ist der Umstand, daß von der fünften Anlage an die Epithelknospen (sechste und siebente) nur an- gedeutet aber noch ungenügend abgeschnürt sind, während die noch ferner nach unten liegende Anlage wieder stärker entwickelt ist; sie ist deutlich ausgehöhlt noch eine Strecke weit oberhalb der Mündung und ist in einer ganzen Reihe von Schnitten zu erkennen (18 Schnitte von etwa 15 u). Diese Anlage zeigt übrigens noch keine Spur von Teilung oder Knospung. Die Existenz eines wieder größeren und längeren, ganz nach unten verschobenen Ganges, während einige dar- über liegende Anlagen noch wenig oder sogar kaum entwickelt sind, unterstützt die von mir geäußerte Ansicht, daß auch beim Rind die untersten Gänge (1—2) nicht mehr der eigentlichen Tränendrüse zu- zurechnen seien.

An einem Rindsembryo derselben Länge (39 :mm) hat MoBıLıo sowohl für die obere als für die untere Drüse mehr Anlagen gefunden. Auf der linken Seite fand derselbe zehn ungleich entwickelte Anlagen für die obere Drüse und vier für